Schlafstörungen
Lange wachliegen, obwohl man müde ist – Einschlafstörungen sind weit verbreitet. Die gute Nachricht: Gegen chronische Schlaflosigkeit gibt es eine sehr wirksame, nicht-medikamentöse Behandlung.
Ein etabliertes Erklärmodell beschreibt drei Faktoren: eine persönliche Veranlagung, ein auslösendes Ereignis (z. B. Stress) und aufrechterhaltende Verhaltensweisen (z. B. langes Wachliegen im Bett, Grübeln), die aus akuten Schlafproblemen eine chronische Insomnie machen.[1]
Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I) gilt laut Leitlinie der AASM als Erstbehandlung der chronischen Insomnie – noch vor Schlafmitteln.[1] Sie kombiniert Bausteine wie Stimuluskontrolle, Schlafrestriktion, Entspannung und das Hinterfragen schlafstörender Gedanken.
Jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen – auch am Wochenende.
Das Bett nur zum Schlafen nutzen, nicht zum Wachliegen oder Grübeln.
Wenn du nach ~20 Min. wach bist, kurz aufstehen und etwas Ruhiges tun.
Abends Licht dimmen, Bildschirme meiden, Koffein begrenzen.
Schlafmittel werden vor allem dann erwogen, wenn CBT-I nicht verfügbar oder nicht ausreichend ist – idealerweise nur kurzfristig und ärztlich begleitet.[1]
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.