Schlafstörungen

Einschlafstörungen – Ursachen und Hilfe

⏱ 7 Min Lesezeit 🔬 Mit wissenschaftlichen Quellen 🗓 Stand: 2026

Lange wachliegen, obwohl man müde ist – Einschlafstörungen sind weit verbreitet. Die gute Nachricht: Gegen chronische Schlaflosigkeit gibt es eine sehr wirksame, nicht-medikamentöse Behandlung.

Wie Schlaflosigkeit entsteht

Ein etabliertes Erklärmodell beschreibt drei Faktoren: eine persönliche Veranlagung, ein auslösendes Ereignis (z. B. Stress) und aufrechterhaltende Verhaltensweisen (z. B. langes Wachliegen im Bett, Grübeln), die aus akuten Schlafproblemen eine chronische Insomnie machen.[1]

3-Faktoren-Modell der InsomniePrädispositionVeranlagung,PersönlichkeitAuslöserStress,LebensereignisAufrecht-erhaltungGrübeln, langesWachliegen
Abb.: Vereinfachtes 3-P-Modell der Insomnie. Die aufrechterhaltenden Faktoren sind der wichtigste Ansatzpunkt der Therapie. Quelle: angelehnt an Insomnie-Leitlinien.[1]

Was wirklich hilft: CBT-I

Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I) gilt laut Leitlinie der AASM als Erstbehandlung der chronischen Insomnie – noch vor Schlafmitteln.[1] Sie kombiniert Bausteine wie Stimuluskontrolle, Schlafrestriktion, Entspannung und das Hinterfragen schlafstörender Gedanken.

Feste Zeiten

Jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen – auch am Wochenende.

Bett = Schlaf

Das Bett nur zum Schlafen nutzen, nicht zum Wachliegen oder Grübeln.

20-Minuten-Regel

Wenn du nach ~20 Min. wach bist, kurz aufstehen und etwas Ruhiges tun.

Reize runterfahren

Abends Licht dimmen, Bildschirme meiden, Koffein begrenzen.

Schlafmittel werden vor allem dann erwogen, wenn CBT-I nicht verfügbar oder nicht ausreichend ist – idealerweise nur kurzfristig und ärztlich begleitet.[1]

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quellen

  1. Edinger JD et al. – Behavioral and psychological treatments for chronic insomnia disorder (AASM Clinical Practice Guideline, J Clin Sleep Med 2021). https://jcsm.aasm.org/doi/10.5664/jcsm.8986

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