Schlaf & Gesundheit

Schlaf und das Immunsystem

⏱ 5 Min Lesezeit 🔬 Mit wissenschaftlichen Quellen 🗓 Stand: 2026

Schlaf ist kein Luxus für die Abwehrkräfte, sondern ein aktiver Teil davon. Besonders der Tiefschlaf hilft dem Immunsystem, ein „Gedächtnis“ für Krankheitserreger aufzubauen.

Was nachts im Immunsystem passiert

Schlaf und circadianer Rhythmus steuern die Immunfunktion stark. Während des frühen Nachtschlafs erreichen die Zahl bestimmter Abwehrzellen (naive T-Zellen) und entzündungsfördernde Botenstoffe ihren Höhepunkt; tagsüber überwiegen Zellen mit sofortiger Abwehrfunktion.[1]

Impfantwort: ausgeschlafen vs. wachgehalten (schematisch)100%Nach Schlafin der Nacht50%Nachtdurchwacht
Abb.: In Studien führte Schlaf nach einer Impfung (z. B. Hepatitis A) zu deutlich stärkeren, langanhaltenden Antikörper-Antworten als Wachbleiben. Werte schematisch. Quelle: Besedovsky, Lange, Born (2012).[1]

Tiefschlaf und Immungedächtnis

Die immun­stärkende Wirkung des Schlafs ist besonders an den Tiefschlaf und das begleitende Hormonmilieu (viel Wachstumshormon und Prolaktin, wenig Cortisol) geknüpft. Schlaf in der Nacht nach einer Impfung verstärkte in Experimenten die Bildung antigenspezifischer Helferzellen – noch ein Jahr später messbar.[1]

Praktisch heißt das: Vor und nach einer Impfung ausreichend zu schlafen, kann die Immunantwort unterstützen.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quellen

  1. Besedovsky L, Lange T, Born J – Sleep and immune function (Pflügers Arch 2012). https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3256323/

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