Schlafphasen

REM-Schlaf erklärt

⏱ 5 Min Lesezeit 🔬 Mit wissenschaftlichen Quellen 🗓 Stand: 2026

Im REM-Schlaf träumen wir am intensivsten, das Gehirn ist hochaktiv – und doch ist der Körper nahezu bewegungsunfähig. Diese Phase spielt eine zentrale Rolle für Gedächtnis und emotionale Verarbeitung.

Was im REM-Schlaf passiert

REM steht für „Rapid Eye Movement“ – die schnellen Augenbewegungen, die diese Phase kennzeichnen. Das EEG ähnelt dem Wachzustand, während die Skelettmuskulatur weitgehend gelähmt ist (Atonie). Hier treten die lebhaftesten Träume auf.[1][2]

REM macht beim Erwachsenen etwa 20–25 % des Gesamtschlafs aus.[2] Die erste REM-Phase ist kurz (oft unter 10 Minuten), die letzten können über eine Stunde dauern.[2]

REM-Dauer wächst im Lauf der Nacht (Minuten je Zyklus)10Zyklus 1202253404555
Abb.: Schematische REM-Dauer pro Zyklus – die Traumphasen verlängern sich gegen Morgen. Quelle: Medscape; StatPearls.[1][2]

Wofür REM wichtig ist

REM-Schlaf unterstützt die Verarbeitung von Emotionen sowie bestimmte Gedächtnisleistungen, etwa prozedurales und emotionales Lernen.[1] Weil REM gegen Morgen zunimmt, geht ein verkürzter Schlaf am Ende der Nacht (frühes Aufstehen) überproportional zulasten der REM-Phasen.[2]

Alkohol und manche Medikamente unterdrücken REM in der ersten Nachthälfte – ein Grund, warum Schlaf nach Alkohol oft weniger erholsam ist.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quellen

  1. StatPearls – Physiology, Sleep Stages (NCBI Bookshelf, 2024). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK526132/
  2. Medscape – Normal Sleep, Sleep Physiology and Sleep Deprivation. https://emedicine.medscape.com/article/1188226-overview

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