Schlafstörungen
Schnarchen ist oft harmlos – kann aber auf eine obstruktive Schlafapnoe hindeuten, bei der die Atmung im Schlaf immer wieder aussetzt. Diese verdient ernste Aufmerksamkeit.
Schnarchen entsteht, wenn der Atemstrom im entspannten Rachen Gewebe in Schwingung versetzt. Bei der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) verschließt sich der Atemweg wiederholt teilweise oder ganz – mit kurzen Weckreaktionen und Sauerstoffabfällen. Etwa 94 % der OSA-Betroffenen schnarchen, aber nicht jeder, der schnarcht, hat eine Apnoe.[2]
Maß ist der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) – die Zahl der Atemaussetzer und flachen Atemzüge pro Stunde Schlaf.[2]
OSA ist verbreitet: Schätzungen gehen weltweit von etwa 10–15 % der Erwachsenen aus, mit steigender Häufigkeit bei Alter und Übergewicht.[1] Unbehandelt erhöht OSA das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tagesmüdigkeit mit Unfallgefahr.[1]
Eine Atemmaske mit leichtem Überdruck hält den Atemweg offen – Standard bei mittlerer/schwerer OSA.
Gewichtsabnahme, Alkohol- und Nikotinverzicht, Seitenlage können helfen.
Bei leichteren Formen eine Alternative, vom Zahnarzt angepasst.
Diagnose per Schlafuntersuchung (Polysomnografie oder Heimtest).
Warnzeichen: lautes, unregelmäßiges Schnarchen mit Atempausen, beobachtete Aussetzer, morgendliche Kopfschmerzen und starke Tagesmüdigkeit. Dann ärztlich abklären lassen.[2]
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.