Schlafphasen
Der Tiefschlaf (N3, Slow-Wave-Sleep) ist die körperlich erholsamste Phase. Hier laufen Reparatur, Hormonausschüttung und Abfallentsorgung im Gehirn auf Hochtouren.
Tiefschlaf ist durch langsame, hochamplitudige Delta-Wellen gekennzeichnet und gilt als die Phase mit der höchsten Weckschwelle. Er macht beim Erwachsenen etwa 10–20 % des Schlafs aus und konzentriert sich auf das erste Nachtdrittel.[1][2]
Im Tiefschlaf erreicht die Ausschüttung von Wachstumshormon ihren Höhepunkt; Gewebe wird repariert und das Immunsystem gestärkt.[1] Diese Phase ist eng mit der Festigung von Gedächtnisinhalten und immunologischer Abwehr verknüpft.[1]
Mit dem Alter nimmt der Tiefschlaf deutlich ab. Auch Alkohol, später Koffeinkonsum, ein zu warmes Schlafzimmer und Schlafstörungen wie Schlafapnoe reduzieren ihn. Da Tiefschlaf früh in der Nacht liegt, lohnt es sich, nicht zu spät ins Bett zu gehen.
Die ersten Stunden Schlaf sind besonders wertvoll – nicht wegen einer „magischen Uhrzeit“, sondern weil dann der meiste Tiefschlaf stattfindet.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.